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Hannes

Zweibrücken sah 2 Tore

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Der 9. Spieltag führte die Fans und das Team der TuS Koblenz zum SVN Zweibrücken.
Spielort war das Westpfalzstadion ( Kapazität 5.000 Zuschauer ), eine eher dörflich anmutende Arena. Feste Toiletten, überdachte Sitz- , / Stehplätze vermisst man und der Wall, der den Zuschauern als Ort des Verweilens geboten wird, bietet jede Menge Verletzungsgefahr und Dreck, wenn es regnet. Ebenso der Zustand des Rasens, der durch den Regen aufgeweicht einen bemitleidenswerten Eindruck hinterlassen hat.

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Immerhin 70 Fans empfanden es als Einladung, die zuletzt gezeigten Leistungen der TuS Koblenz auch in Zweibrücken zu begleiten und einmal mehr muss man eingestehen, dass es viel zu wenig war, was den Fans geboten wurde.

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Aber der Reihe nach.
Für den verletzten Dieter Paucken gab erstmalig Fabrice Vollborn sein Debüt im Tor der Schängel.
Jerome Assauer war wieder verletzt kein Thema für die Elf und so sollten es Ferfelis und Stumpf retten.
Die Aufstellung ergab selbst sonst keine unerwarteten Ergebnisse.

Das Spiel begann pünktlich um 14°° Uhr und die TuS stand mehr unter Druck, als ihr lieb sein konnte. Die Gastgeber erspielten sich einige gute Möglichkeiten und nach lediglich 10 Minuten hatte der SVN Zweibrücken bereits 4 Eckbälle erhalten. Vollborn wirkte jedoch erstaunlich sicher und konnte alle Probleme auch mit Hilfe seiner Vorderleute beseitigen. Softic und Marx lieferten bis dahin eine recht souveräne Leistung ab. Als der Regen immer stärker wurde, plätscherte auch das Spiel vor sich hin. Viel Kampf, kaum technische Leckerlis, keine echte Torchance für die TuS Koblenz standen dann auch nach 45 Minuten zu Buche. Enttäuschung bei den mitgereisten Fans und man konnte sich nur fragen, wie man vor der Saison auf das Ziel "Aufstieg" setzen konnte.

Nach dem Pausentee wurde die TuS Koblenz etwas lebendiger und spielte zumindest mit. Einige erste Chancen wurden erspielt, Standards jedoch kläglich vergeben. Mit der Einwechselung von Kevin Lahn belebte sich auch endlich der Angriff . So war es auch Lahn, der den Elfer mit einem tollen Solo für die Schängel holte. 3 Spieler wurde auf seinem Weg in den Strafraum ausgespielt, bis die Notbremse von Backmann den fälligen Elfer brachte.
Ferfelis verwandelte in der 59. Minute locker vom Punkt. Zu diesem Zeitpunkt zwar ein wenig schmeichelhaft, aber die Bemühungen der TuS in der 2. HZ wurden belohnt.
Kaum 2 Minuten später jedoch pennte unsere Abwehr und ein Ball, der in den Strafraum fliegt, wird nicht geklärt. So konnte Backmann seinen verursachten Elfer schnell wieder revidieren. Völlig unnötig dieses Gegentor.

Nur wenige Minuten später eine tolle Aktion von Ferfelis, der den Ball aus ca. 16 m ans Lattenkreuz nagelt. Unhaltbar wäre der Ball drin gewesen, aber das Glück stand uns da nicht Pate. Nur 2 Minuten ( 72. ) später dann noch ein Platzverweis gegen Andre Marx, der bereits gelb vorbelastet war.
Die letzten 15 Minuten wurden durch beide Teams vollkommen offen bestritten, Auswechslungen sollten neue Impulse bringen, aber letztendlich blieb es für beide Teams bei der gerechten Punkteteilung.



Was brachte dieses Spiel an Erkenntnissen ?

Von einer Favoritenrolle der TuS Koblenz kann einfach gegen keinen Gegner ausgegangen werden. Viel zu bieder und ungefährlich, planlos wird agiert. Selbst Standardsituationen verpuffen und bringen in seltensten Fällen Gefahr für das gegnerische Tor. Ein Thema, dass man bereits vor langer Zeit hätte angehen können. Unsere Garanten sind nicht Spieler, wie Gentner, Softic oder Haben. Unsere besten Spieler sind derzeit der vielgescholtene Ferfelis, der Newcomer Marx und evtl. nun auch Vollborn. Dzaka ist und bleibt eine feste Größe im Team, aber andere Spieler sollten sich selbst hinterfragen ob ihrer gebotenen Leistung. Es muss Bewegung ins Team, um eine Leistungssteigerung erzielen zu können. Wir bewegen uns in keinem Spiel wirklich in der Entwicklung weiter. Abläufe, die verinnerlicht sind, scheinen vollkommen zu fehlen, ein Spielsystem für mich nicht erkennbar. Da sind uns andere Vereine um Welten voraus.
Der Trainerwechsel sollte auch neue Impulse frei setzen. Bis jetzt nicht ersichtbar und man "prügelt" sich lieber auf Pressekonferenzen mit einzelnen Fans, die Ihren Unmut mit 3,8 Promille ungezügelt freien Lauf machen.
Fragen darf sich der Fan allabendlich, ob es an den Spielern oder den Verantwortlichen liegt, dass wir keinen erkennbaren Schritt voran kommen. Sind es gar die Fans selbst schuld, da immer wieder nur kritisiert wird ? Zumindest die letzte Lösung scheint mir weit hergeholt zu sein, aber in einigen Köpfen eine Rolle zu spielen.
Geht es mit den Leistungen der Mannschaft so weiter, werden wir auch Zuschauerzahlen wie in Zweibrücken als Ergebnis präsentieren können - 453.

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