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Der DFB

Lukas

Well-known member
Heute Abend wurde das Logo der Heim-EM 2024 vorgestellt.


Gespielt wird in folgenden Städten:
Berlin, Köln, Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hamburg, München, Leipzig, Frankfurt und Stuttgart.
 

Lattenknalla2

Well-known member
Unsereiner hatte "datt Zelia" schon in den diversen Talkrunden vermißt. Aber das kluge Mädchen hat sich dort gewiß rausgezogen, weil die junge Mutti eher eine seriöse Karriere im Verband anstrebt. Und damit hat sie sowas von recht!

Der Frauenfussi wird in der Öffentlichkeit mehrheitlich von ältlichen, stark maskulin wirkenden Dragonerinnen repräsentiert und er wird es, nach Steffi Jones und womöglich vor Celia Sasic, schwer haben, jemals zu den Herren aufzuschließen. Und zwar in jeder denkbaren Hinsicht. Also, so möchte man z.B. der ARD-Sportschau zurufen: laßt dieses aufdringliche Promoten des Damenkickens sein! Laßt ab von diesen gehypten Minibericht-Schnipsel "SV Sand gegen SV Sonstwas" vor Geisterkulisse! Das wirkt - zumal nach dreissig Jahren Aufbauarbeit - eher abschreckend auf junge Dinger, die gegen den Ball treten möchten! Und fällt dazu krass ab gegen das, was dann zwei Minuten später "von den Herren" aus Köln oder Dortmund berichtet wird.

Neuerdings wird auch die CL der Damen aufgeblasen und medial verwertet, Big Media Money versucht nun, auch diesen "Content" des sozialen Lebens auf die Abo-Couch zu zwingen..., doch wem soll die bloße quantitative Verdoppelung des bei den Herren schon kaum noch aufnehmbaren Angebots dienen? Eher besteht Gefahr, daß das einschlägige Interesse noch weiter abnehmen wird.
 
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Lukas

Well-known member
Egal wer im kommenden Frühjahr (März 2022) zum neuen DFB Präsidenten gewählt wird, eines sollte dieser Person klar sein.
Solange Rainer Koch noch Einfluss auf den DFB hat, wird dieser Verband sowie sein Präsident niemals zur Ruhe kommen, denn Koch ist ein Intrigant durch und durch.

 

Lattenknalla2

Well-known member
Das Problem ist strukturell: nach den Jahren weiß jeder von jedem so viel, da hütet sich jeder, dem Kollegen vors Schienbein zu treten - um nicht dessen Revanche zu riskieren. Zudem gibt es die bewährte Methode: Abschied mit goldenem Handschlag, dann bleibt auch das Wissen um die Leichen im Keller des jeweils anderen im Keller.

So wird das auch diesesmal laufen, das wird angebahnt. Der DFB bekommt wahrscheinlich einen vormaligen Staatssekretär an die Spitze und der wird, wenn er clever ist, den "Neuanfang" kommunizieren und umsetzen. Im Binnenbereich kann das laufen, aber bei der internationalen Verflechtung der Verbände erscheint es, Stand 2021, unmöglich, mit "weißer Weste" im Fußball-Geschaft erfolgreich zu sein. Der DFB muß deshalb eindeutig auf Distanz gehen zum Fußball der Großkonzerne, Oligarchen, Milliardäre, Staatsfonds und korrupten Kleinverbände, nur dann wird er sich glaubhaft darstellen können.

Das aber wäre ein DFB nur für den Amateurbereich, was aus z.B. Lattensicht wünschenswert wäre. Die Handwerker-Innung von Südhessen kümmert sich ja auch nicht um die Geschäftspolitik von Siemens, SAP und VW. So ist das nun auch im Fussi geworden: die einen machen aus diesem Sport ein weltweites Business, die anderen betreiben ihn nicht professionell, sondern nur vor Ort und just for fun.

Wir haben im Land überdies eine relativ wache, verbands-unabhängige, konkurrierende Medienwelt, die daran interessiert ist, "Skandale" zumindest so weit "aufzudecken", wie es dem Umsatz des eigenen Hauses dienlich ist. Am gänzlichen Verschwinden des Skandal-Verursachers ist naturgemäß niemand interessiert, der u.a. von dessen "kritischer Begleitung" lebt. Der erfahrene Richter Koch jedenfalls ist mit allen Wassern gewaschen, den legt man nicht aufs Kreuz, zumal ganz Bayern hinter dem steht. Es wird schwierig.
 
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Lukas

Well-known member
Das Wunder von Bern ist nun endgültig Fußball Geschichte. Die Fußball Nation Deutschland hat ihren letzten Helden von 1954 verloren. Horst Eckel, der bis zuletzt noch einzig lebende Weltmeister, ist heute im Alter von 89 Jahren gestorben.
Damit ist die legendäre Walter Elf im Himmel nun wieder vereint.
Ruhe in Frieden!
 

Lattenknalla2

Well-known member
Am dritten Advent findet in der Astralliga "Himmlischer Fussi" auf der Wolkenarena III das Freundschaftsspiel

TuS Neuendorf gegen FC Kaiserslautern

statt; die "roten Teufel" 😈 wurden kurzfristig aus der Hölle beurlaubt, so daß es anläßlich der Ankunft von Horst Eckel zu dieser Partie kommen kann.
Das Publikum auf den umliegenden Wolken verzichtet auf die jeweiligen irdischen Schlachtrufe und ruft stattdessen "Halleluja!! Luja, luja sogg i !"

Die geflügelte jeweilige Fanbase auf dem Himmelswerth erwartet packende Zweikämpfe, die sich insbesondere Erzengel Rudi Gutendorf und der kürzlich eingetroffene Erzteufel Horst Eckel liefern werden.

Dieser oder jener wird beide Recken anlässlich der vielen Benefiz-Spielen der "Lotto-Elf Rheinland-Pfalz" erlebt haben: unvergessliche Originale. Neben dem Grab auf dem Friedhof soll es für sie einen zweiten "Ort" geben - für diese beiden wie auch für alle verstorbenen 1911er Spieler: den der bleibenden Erinnerung in unseren blauschwarzen Herzen.

:fussballgott: :kim-smiley-2te-fan:
 
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Lattenknalla2

Well-known member
Der DFB hat das Problem, wie er für seine Heim-EM das Fussi-Volk wieder hinter sich und seine Senioren-Auswahl bringt. Das wäre mit Bierhoff nicht möglich gewesen, vor allem nicht nach der Durststrecke von drei vermasselten Turnieren, eigentlich waren es vier. Ob Flick jetzt bleiben darf oder will, wird sich danach richten, was an Alternativen sichtbar wird. Bierhoff durfte zurücktreten, sieht besser aus und er hat ja auch ein paar Meriten gesammelt in seiner 18jährigen Amtsführung. Chef Neuendorf kommt aus der Politik, der kennt das Spiel mit mehreren Bällen und unterliegt als "Externer" weniger den Rücksichten und Abhängigkeiten, die seine Amtsvorgänger ausgebremst hatten.

Flick aber ist "zu nett", er sollte nicht weitermachen dürfen, denn ein Kumpeltrainer wird der Nati nicht das beibiegen können, was die offenkundig braucht. Allerdings wäre eine Abkehr vom TikiTaka-Stil damit verbunden, generell mit viel mehr Absicherung der eigenen Kiste, also defensiver zu spielen. Die Erfahrung lehrt: wenn die Null steht, verliert man nicht und vorne fällt immer mal wieder ein Tor. Damit aber weckt man den Unmut der im Grunde medial "versauten" Kundschaft, die mehrheitlich aus Eventistas besteht, denen Spektakel über alles geht. Auch das ist ein Spiegel der Gesellschaft: was am Ende rauskommt, ob das Angeleierte zum Erfolg wird oder zum Gegenteil, das ist nicht so wichtig, was zählt ist der gute Wille, die glänzende Oberfläche, die lockere Verkaufe, das Festhalten am "Projekt" um jeden Preis, auch wenn der ganze Schnee verbrennt...
 
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Balleroberer

Well-known member
Sofern einzelne Kicker in Sachen Charakterfestigkeit und Grundtugenden eine Auffrischung wünschen, so lohnt sich ein Blick zum Handball.
Oder den Vergleich zu den Gehaltsabrechnungen möglicher "Zivilberufe" anstelle der jetzigen Bezüge.

Noch mal zurück zum Handball: Dieser sympathische Mix von Ausdauer, Dynamik, Willenskraft bei gleichzeitiger Bescheidenheit der Akteure begeistert einfach.
Weil auch der DFB mit dem Konzept der marktorientierten Unternehmensführung arbeitet, dürfte den Unternehmensberatern nicht entgangen sein, dass das hervorhebende Produkt des DFB eben die Nationalmannschaft ist.
Seit 1954 steht dieses Vorzeigemodell quasi im Schaufenster des DFB, entfachte den Fußball-Boom im Land und machte ihn zum größten Sportverband der Welt.
Bei Nichterfolg droht das Erfolgsmodell zu kippen, schon deshalb ist die weitere Entwicklung richtungsweisend.
 
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Jürgen

Well-known member
Die Erfahrung lehrt: wenn die Null steht, verliert man nicht und vorne fällt immer mal wieder ein Tor. Damit aber weckt man den Unmut der im Grunde medial "versauten" Kundschaft, die mehrheitlich aus Eventistas besteht, denen Spektakel über alles geht. Auch das ist ein Spiegel der Gesellschaft: was am Ende rauskommt, ob das Angeleierte zum Erfolg wird oder zum Gegenteil, das ist nicht so wichtig, was zählt ist der gute Wille, die glänzende Oberfläche, die lockere Verkaufe, das Festhalten am "Projekt" um jeden Preis, auch wenn der ganze Schnee verbrennt...
Schon des Öfteren fiel mir der Name des Trainers ein, der Lattenknallers beschriebenes Anforderungsprofil bestens erfüllt und der auf der Speisekarte (der Name!) bei unserem Lieblingsgriechen steht: Rehakles. Der hat mit seinem Team mit einem schnöden 1:0 gegenübermächtige Gegner einen Europameistertitel ermauert, fast hätte ich geschrieben, das müsste eventuell auch mit unseren Jungs möglich sein.
Fußball ist Ergebnissport, hat nicht nur Sasic (Moment, wäre der nicht auch ...) mal gesagt, sondern viele andere Trainer auch.

Ich wollt es nur mal geschrieben haben ... ;)
 

Lukas

Well-known member
Nur sollte man sich den Handball, und ich mag diese Sportart durchaus, nicht unbedingt als Vorbild nehmen.

Kritikpunkt 1 war ja in einem anderen Thread, dass in der Bundesliga die deutschen Spieler, die Talente, zu wenig Spielzeit bekommen und man lieber auf Akteure aus dem Ausland setzt.
Das ist im Handball exakt dasselbe.
Wer sind denn so die Stars der Handball Bundesliga?
Niklas Landin, Domagoj Duvnjak, Sander Sagosen, Harald Reinkind, Eric Johansson, Miha Zarabec, Nikola Bylik, Niclas Ekberg, Benjamin Buric, Mads Mensah Larsen, Jim Gottfridsson, Magnus Rød, Michael Damgaard, Gisli Kristjansson und Omar Ingi Magnusson.
Alles super Akteure, aber keiner dabei für die deutsche Nationalmannschaft.
Die deutschen Stars sind zwar auch in der Bundesliga aktiv mit Pekeler, Wiencek, Golla und Knorr. Aber die spielen auch in der Fußball Bundesliga.
Da gibt es also keinen Unterschied zum Fußball.

Kritikpunkt 2 ist natürlich das sportliche Abschneiden der Nationalmannschaft.
Wie ist das denn im Handball?
Nehmen wir mal die letzten Weltmeisterschaften. Platz 12 (2021), Platz 4 (2019), Platz 9 (2017), Platz 7 (2015) und Platz 5 (2013). Keine Erfolge, sprich keine Medaille.
Seit 2008 die Ergebnisse bei den Olympischen Spielen. Platz 9, nicht qualifiziert, Bronzemedaille (die Fußballer gewannen Silber) und Platz 6.
Bei den Europameisterschaften heißt es seit 2014. Nicht qualifiziert, Europameister (die Fußballer wurden Weltmeister), Platz 9, Platz 5 und Platz 7.

Handball ist und bleibt ein toller Sport, der viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Jedoch als Vorbild taugt es für die Fußballer nicht. Denn die Probleme, Misserfolge, sind ähnlich.
Der größte Unterschied ist das man 2015, bei der Handball WM in Katar, die Spieler nicht so massiv unter Druck gesetzt hat irgendein Zeichen zu setzen.
 
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